
Simon: Wenn ich fernsehe, sehe ich gerne Menschen die sich unterhalten. Aber oft dümpeln Gespräche vor sich hin und es mangelt an Unterhaltung, dann fehlt es an Konflikten. Ich mag Konflikte, wenn es nicht meine eigenen sind.
Philipp: Konflikt ist ein allgegenwärtiger sozialer Tatbestand, heißt es. Ich mag es auch, anderen beim konfligieren zu zu schauen und heimlich fiebere ich immer mit - oft Partei ergreifend für den Schwächeren, weil er originell sein muss.
Simon: Ich finde es am besten in der Mitte hereinzuplatzen, wenn die stimmung schon ordentlich aufgeladen ist und erst am Ende zu erfahren, was den Konflikt ausgelöst hat.
Philipp: Wenn überhaupt Konflikte Anfang und Ende haben... Manchmal platzt man ja auch in die eigenen Konflikte mitten hinein und kann sich nur wundern. Aber was ist so spannend daran? Vielleicht die Unentschiedenheit, das Offene, das Konflikte in sich tragen.
Simon: Das glaube ich auch, ein offener Konflikt ist ein Fussballspiel, bei dem Keiner die Spielminute weiß. Mich interessieren auch die Menschen, die, wenn der Konflikt eskaliert, von sich behaupten, sie hätten es vor 20 jahren schon kommen sehen.
Philipp: Das ist ein klarer Auftrag. In 20 Jahren werden wir wissen, dass wir ES haben kommen sehen.
1 Kommentare:
Super Schreibe! Kompliment.
Gruß,
Karl
Kommentar veröffentlichen